FAQ

1. Zuerst einmal gibt es die Gruppe der Netzwerk-Sniffer (zum Beispiel Wireshark). Diese lesen den gesamten Verkehr im Netzwerk mit. Mit Filtern kann man versuchen, nur die relevanten Informationen zu erhalten, steht aber immer vor der Herausforderung großer Datenmengen, von denen nur ein Bruchteil wirklich relevant ist. Die Messpunkte müssen natürlich sinnvoll gewählt werden, damit man die Möglichkeit hat, die Schwachstellen im Netzwerk zu identifizieren. Da hierbei echte Verkehrsdaten des Netzwerks protokolliert werden, muss dabei der Datenschutz beachtet werden.

2. Dann gibt es Trace-Programme und eigene Aufzeichnungsfunktionen der einzelnen Netzwerkkomponenten (Switch, Router, usw.) Die Logs speichern den gesamten Traffic, der über das jeweilige Gerät transferiert wird und zeichnen auf, was das Gerät damit macht.

3. Die dritte Gruppe von Tools sind Geräte und Programme, die eigene Datenströme generieren und durch sinnvolle Verteilung der Geräte im Netz Lastverhalten messen und generieren. Durch die Auswertung der Daten, die zwischen den Messpunkten versendet werden, ist eine Schwachstelle im Netz leichter zu identifizieren. So kann gezielt bei dem identifizierten Netzwerkbaustein genauer analysiert werden. Da mit eigens für die Messung erzeugten Daten gearbeitet wird, ist diese Technik datenschutzrechtlich unbedenklich.

Nach der Messung erhalten Sie ein Protokoll, in dem aufgezeigt wird, ob und wo es Schwachstellen im Netzwerk gibt. Wir verfassen ebenfalls eine Empfehlung wie diese beseitigt werden kann.

Bei einer Messung vor einer VoIP Umstellung: Sollte das Netz positiv geprüft werden sind keine weiteren Maßnahmen notwendig. Sollte eine Störung im Netz identifiziert werden, unterstützen wir Sie gerne bei der Beseitigung mit Ihrem Provider oder Servicepartner des TK-Systems / Netzwerks. Sollte die Messung stattfinden um eine vorhandenen Störung zu identifizieren, unterstützen wir Sie ebenfalls gerne bei der Beseitigung zusammen mit Ihrem Provider oder Servicepartner des TK-Systems / Netzwerks.

Perceptual Evaluation of Speech Quality (PESQ) wurde zur Messung von Telefonverbindungen erstellt. PESQ ist als Empfehlung P.862 (02/01) der ITU-T standardisiert und stellt einen weltweit angewendeten Industriestandard dar. Es ersetzt den vorherigen ITU-T-Standard P.861 (Perceptual Speech Quality Measure, PSQM) und soll als solcher selber in Zukunft durch die Perceptual Objective Listening Quality Analysis (POLQA) ersetzt werden.

ITU ist die Abkürzung für „International Telecommunication Union“ oder Deutsch: Internationale Fernmeldeunion. Sie hat Ihren Sitz in Genf und ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Sie ist die einzige Organisation, die sich offiziell und weltweit mit technischen Aspekten der Telekommunikation beschäftigt. Die ITU ist Veranstalter der Weltfunkkonferenz (engl. World Radiocommunication Conference, WRC), die die Vollzugsordnung für den Funkdienst (engl. Radio Regulations, RR) fortschreibt, sowie der Weltweiten Konferenz für internationale Fernmeldedienste (World Conference on International Telecommunications, WCIT), die die Vollzugsordnung für internationale Fernmeldedienste (engl. International Telecommunication Regulations, ITR) fortschreibt.

Die Ziele der ITU sind Abstimmung und Förderung der internationalen Zusammenarbeit im Nachrichtenwesen durch:

  • Internationale Regelungen für die Nutzung von Frequenzen
  • Internationale Zuweisung und Registrierung von Sende- und Empfangsfrequenzen
  • Internationale Zuweisung von Rufzeichenblöcken, das ITU-Präfix
  • Koordinierung der Entwicklung von Telekommunikationsanlagen
  • Koordinierung von Bemühungen zur Störungsbearbeitung im internationalen Funkverkehr
  • Vereinbarungen von Leistungsgarantien und Gebühren

Der Mean Opinion Score (MOS) ist das arithmetische Mittel einzelner Bewertungen und kann in einem Bereich von 1 (schlechtester Wert) bis 5 (bester Wert) liegen.

In der Telekommunikation wird der MOS-Wert vorwiegend zur Beurteilung der Qualität von Sprach- und Bildübertragungsdiensten benutzt. Er ist das Ergebnis eines festgelegten Ablaufs mehrerer Tests, bei dem die subjektiv wahrgenommene Qualität der Sprache beziehungsweise der Bilder durch eine Gruppe von Versuchspersonen beurteilt wird. Das Ergebnis der Testreihe wird in eine fünfstufige Qualitätsskala eingeordnet.

Folgende MOS-Beispiele lassen die Unterschiede der verschiedenen Codecs erkennen:

Mos Grafik

 

Bei einer aktiven Messung werden Daten (Sprachreferenzdatei) in das Netz gegeben um Last zu erzeugen und Messwerte zu erhalten. Bei unserer Lösung werden diese Daten nach dem Test ebenfalls ausgewertet, um die Qualität der Verbindung zu erkennen. Man kann so das Netz an gewünschter Stelle belasten, um einen Fehler zu provozieren und zu reproduzieren. Die Tests können außerhalb der Arbeitszeiten erfolgen, um den Betrieb nicht zu stören.

Bei einer passiven Messung werden die im Netz vorhandenen Daten beobachtet und geprüft, ob sie an einzelnen Stellen hängen bleiben. Eine Messung benötigt die Situation, bei der das Netz gestört ist, damit man die Fehler finden kann. Störungen werden im  produktiven Betrieb analysiert, wo sie den größten wirtschaftlichen Schaden verursachen.

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